Es ist nicht nur der Titel eines berühmten Films, sondern genau diese Saison, die mehr als jede andere nach Äpfeln duftet. Von September bis weit in den Oktober hinein beleben die italienischen Apfelhaine die Ernte einer der beliebtesten und vielseitigsten Früchte der Welt, die Protagonist von alten Traditionen und neuen Erlebnissen im ländlichen Tourismus ist.
Das Herz der italienischen Apfelbauernschaft liegt vor allem im Trentino-Alto Adige, das alleine über die Hälfte der Äpfel unseres Landes produziert. Hier schaffen die sonnenverwöhnten und von Bergen geschützten Alpenviertel ein ideales Mikroklima für die Reifung der Früchte. Aber der Apfel ist auch in Veneto, Piemonte, Emilia-Romagna und Marche zuhause, Regionen, die geschätzte Sorten und tief verwurzelte Traditionen bewahren.
Die Apfelernte ist nicht nur eine landwirtschaftliche Tätigkeit, sondern ein Moment, der seit Jahrhunderten das Leben auf dem Land prägt. In der Vergangenheit, als die Bauernfamilien autark lebten, war dieser Zeitraum entscheidend, um sich während der kalten Monate einen Vorrat an Obst zu sichern. Die Äpfel wurden sorgfältig in Kellern aufbewahrt, auf Stroh gebettet oder auf dem Boden des Dachbodens aufgehängt und stellten eine wertvolle Energiespeicherung dar.
Heute ist die Ernte immer noch ein sozialer Moment: In vielen bergigen Regionen versammeln sich Freunde und Verwandte in den Obstgärten, um gemeinsam an dieser Tätigkeit teilzunehmen, oft gekrönt von Festen und Dorffesten. Ein Beispiel ist die Festa della Mela di Cles (Trentino), wo Verkostungen, Märkte und Volksmusik die Ernte in ein kulturelles und touristisches Ereignis verwandeln.
In einigen bäuerlichen Traditionen wurde gesagt, dass der erste geerntete Apfel der Madonna oder den Schutzheiligen als gutes Omen für die künftige Ernte geopfert werden sollte.
Die besten Äpfel wurden für Weihnachten beiseitegelegt, oft mit rotem Band dekoriert und als Zeichen des Wohlstands verschenkt.
In Südtirol und Tirol war es während der Ernte Brauch, Strudel zuzubereiten, um den Feldarbeitern nach einem intensiven Tag zu danken.
Der Apfel wird oft als die „Alltagsfrucht par excellence“ bezeichnet, und das nicht ohne Grund. Er ist reich an:
Vitamine (insbesondere C und B-Gruppe)
Ballaststoffen, die für das Darmwohlbefinden wertvoll sind
Polyphenolen mit antioxidativer Wirkung
Ein moderater Kaloriengehalt, der ihn auch in Diäten ideal macht.
Das berühmte Sprichwort „Ein Apfel am Tag hält den Arzt fern“ findet somit auch in der wissenschaftlichen Forschung Bestätigung.
Neben dem Verzehr als frische Früchte sind Äpfel Protagonisten zahlreicher süßer und herzhaftiger Rezepte:
Typische Süßigkeiten: der Südtiroler Strudel, der Apfelkuchen der Großmutter, knusprige Apfelfritter.
Herzhafte Gerichte: herbstliche Salate mit Äpfeln und Walnüssen, Risottos mit Äpfeln und Speck, Braten serviert mit Apfelsauce.
Getränke: Apfelmost, sehr verbreitet in Nordeuropa, aber auch in Italien zunehmend geschätzt, und natürliche Fruchtsäfte mit frischem Geschmack (für Venetien haben wir Terre di Gemma mit ihrem Cento pro Cento Apfelsaft ausgewählt).
Ihre Vielseitigkeit macht sie zu einer perfekten Zutat für die traditionelle Küche, aber auch für innovative und kreative Rezepte.
Es ist vielleicht das berühmteste Apfelfest in Italien, das jedes Jahr in Cles, im Val di Non, im Herzen des Apfelanbaus im Trentino stattfindet. Stände, Verkostungen, Fotoausstellungen und folkloristische Aufführungen begleiten die Ernte. Es ist ein Termin, der Besucher aus ganz Italien anzieht.
Eine wandernde Veranstaltung, die der Welt der Äpfel und dem ländlichen Herbst gewidmet ist. Es ist nicht nur ein Fest, sondern ein kulturelles Ereignis: die Äpfel werden direkt in den Obstgärten geerntet, typische Gerichte können probiert werden, und es gibt Workshops für Erwachsene und Kinder.
Ein Ereignis, das die Apfelernte mit der Südtiroler Gastronomie verbindet. Neben Verkostungen werden geführte Besichtigungen in Obstgärten und Bauernhöfen organisiert.
Ein weiteres historisches Fest im bekanntesten Tal für Äpfel in Italien. Neben dem Bauernmarkt gibt es musikalische Aufführungen, Kochwettbewerbe und pädagogische Aktivitäten für die Kleinsten.
Gewidmet der Rosa dei Monti Sibillini, einer alten und duftenden Sorte, die heute ein Slow-Food-Kulturprojekt ist. Das Fest findet in verschiedenen Dörfern in der Bergregion statt und feiert sowohl die Frucht als auch die lokale landwirtschaftliche Biodiversität.
Eine intimere Veranstaltung, die die lokalen Apfelsorten des Piemonts und die bäuerlichen Traditionen, die mit der Ernte verbunden sind, wertschätzt.
Die Valtellina ist nicht nur ein Weinland, sondern auch ein Land der Äpfel. Das Fest in Villa di Tirano feiert die in der Region angebauten Sorten mit Märkten, Gastronomieständen und folkloristischen Aufführungen.
Der Melo Decio ist eine alte Apfelsorte aus Belfiore, dem Land der Äpfel von Verona, die seit 2014 als Slow-Food-Kulturprojekt anerkannt ist und sich für den Erhalt einheimischer Produkte einsetzt, während sie Landschaften, Regionen und Kulturen aufwertet.
Obwohl sie sich auf die „Quitte“ (Mispeln) konzentriert, ist es ein Fest, das auch lokale Apfelsorten wertschätzt.
Der Campanina-Apfel ist eine alte Sorte aus der niederen Region Modena und Mantua, auch bekannt als „Großmutters Apfel“. Das der Sorte gewidmete kulinarische Fest zielt darauf ab, die lokalen Produkte sowie andere typische Aromen der Gegend, wie den Parmigiano Reggiano, zu fördern.
Wir empfehlen Ihnen, es zu genießen
✔ Sie haben das Produkt in Ihren Warenkorb gelegt!